Sommerkirche

Jedes Jahr in der Zeit der niedersächsischen Sommerferien starten wie die Sommerkirche.

In diesem Zeitraum feiern wir Literaturgottesdienste. Dabei steht jeden Sonntag ein anderes Buch im Mittelpunkt der Predigt.

Sommerzeit ist Lesezeit – zum 11. Mal begleitet uns im Jahr 2025 während der Sommerferien unsere Predigtreihe „Lesezeichen“ in den Gottesdiensten. Und wieder steht ein Buch im Mittelpunkt, dass wir mit biblischen Themen ins Gespräch bringen werden. Seien Sie gespannt!

Im Anschluss daran sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich zum Kirchkaffee eingeladen, bei dem man gut über die Bücher und das Gehörte ins Gespräch kommen kann. Auch dieses Jahr gibt es einen Büchertisch, bei dem die Bücher und Hörbücher unserer diesjährigen Reihe erworben werden können.

der nächste Gottesdienst

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„Als Großmutter im Regen tanzte“

von Trude Teige

6. Juli 2025 mit Pastorin Katja Hermsmeyer

Michaelskirche Heiligenfelde

Trude Teiges Roman „Als Großmutter im Regen tanzte“ beginnt auf einer kleinen Insel in Norwegen. Juni nimmt sich dort eine Auszeit im Haus ihrer verstorbenen Großmutter Tekla. Beim Räumen entdeckt sie Briefe und alte Dokumente. Und auch ein Foto ihrer Großmutter als junge Frau mit einem deutschen Soldaten. Doch wer ist dieser Mann? Niemand kann ihr die Frage beantworten, so beginnt Juni zu recherchieren und ihre Nachforschungen führen sie bis nach Demmin, einer kleinen Stadt im Osten Deutschlands. Dort hat sich mit Kriegsende Traumatisches ereignet, ein Jahr später auch für ihre Großmutter. Juni stößt auf ihrer Reise auf ein großes Familiengeheimnis und beginnt ihr Leben in einem anderen Licht zu sehen. Dieser Gottesdienst nimmt uns mit hinein in die Lebensgeschichte einer jungen Frau, deren Leben unwissentlich von den Ereignissen und Erlebnissen früherer Generationen geprägt ist. Und fragt, was es braucht, um damit seinen Frieden zu schließen und wichtig das Erzählen ist.

Pas­tor­in Hermsmeyer

Katja Hermsmeyer

Katja Hermsmeyer

04240/ 242
Heiligenfelder Str. 5
28857 Syke-Heiligenfelde
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„22 Bahnen“

von Caroline Wahl

13. Juli 2025 mit Pastorin Susanne Heinemeyer

Bartholomäus Kirche Barrien

22 Bahnen ist der preisgekrönte Debütroman von Caroline Wahl aus dem Jahr 2023, der dieses Jahr im September als Film in die Kinos kommt: Hochsommer. Tildas Tage sind streng durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, schwimmen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um ihre Mutter. Zu dritt wohnen sie in einer Kleinstadt, die Tilda längst gern verlassen hätte. Ihre Freunde leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Ein Promotionsangebot in Berlin bringt Tildas Leben in Bewegung, genauso wie Viktor, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Im Gottesdienst hören wir von der jungen Studentin, die trotz schwerer Voraussetzungen ihren Alltag meistert und darin auch Glück und Freiheit findet, und wir fragen uns: Was gibt mir Kraft in bedrückender Situation? Was lässt mich Freude empfinden, auch wenn die Umstände schwer sind?

Pas­tor­in Heinemeyer

Susanne Heinemeyer

Susanne Heinemeyer

04242/ 7105
Glockenstraße 14
28857 Syke-Barrien
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„Von Enden und Anfängen und Allem Dazwischen“

von Anne Brenk

20. Juli 2025 mit Albertje van der Meer

Christus Kirche Syke

Es ist ein dünnes Buch mit 75 Seiten und einer Geschichte, die sich innerhalb einer halben Stunde während einer Nacht ereignet. Die Hauptperson möchte aus ihrem bisherigen Leben verschwinden und macht sich auf den Weg. Beim Lesen gehe ich mit in das Schnellrestaurant mit den Leuten und den Geräuschen. Die Hauptperson bewegt sich mit Worten und Gedanken, mit Tun und Lassen zwischen „Enden und Anfängen und Allem Dazwischen“. Sie hat keinen Namen, kein Alter und keinen festen Ort. Wer sich mitnehmen lassen möchte, kann gern dazukommen. Ob dabei ein Ziel oder ein Ergebnis erreicht wird, das kann ich nicht versprechen. Da bin ich ganz bei der Verfasserin des Buches Aline Brenk. Aber vielleicht reicht es ja, wieder einmal tief durchgeatmet zu haben, um sich erneut auf den Weg machen zu können inmitten von Allem Dazwischen. Was es ist für ein Buch? Eine Geschichte, ein Märchen, ein offenes Kunstwerk, erzählt auf der Suche nach Sinn und Halt und Geborgenheit.

Pas­tor­in van der Meer

Albertje van der Meer

Albertje van der Meer

04242/ 2107
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„Anne auf Green Gables“

von Lucy Maud Montgomery

27. Juli 2025 mit Birgit Fellermann

Michaeliskirche Heiligenfelde

In diesem Jahr musste ich etwas suchen, bis ich „mein Buch“ gefunden habe. Da für mich das Thema Pflegekind schon immer ein Thema war, was mich besonders interessiert und inspiriert, bin ich letztendlich auf „Anne auf Green Gables“ von Lucy Maud Montgomery gekommen. Gefesselt war ich schon als Jugendliche von dieser unglaublich positiven Anne mit E. Ich glaube, die meisten Menschen wären an den Geschehnissen, die Anne erleben musste, zerbrochen. Sie aber schafft es nicht nur, mit Hoffnung und Fantasie stets das Beste aus ihrer Lage zu machen, sondern auch aus den z.T. unmenschlichen und ausbeuterischen Erlebnissen ihrer Zeit positive Aspekte zu finden. „Anne auf Green Gables“, ein Klassiker der Kinderbuchliteratur, erzählt die Geschichte von Anne Shirley, einem lebhaften und fantasievollen Waisenkind, das versehentlich anstelle eines Jungen zu den Geschwistern Marilla und Matthew Cuthbert nach Green Gables auf Prince Edward Island geschickt wird. Anfangs sind die Cuthberts etwas überrascht, doch bald gewinnt Anne mit ihrer charmanten Art, ihrer Kreativität und ihrem großen Herzen alle Herzen um sich herum. Das Buch erzählt von Annes Abenteuern, ihre Freundschaften, ihre Träume und die Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg meistert.

Lektorin Fellermann

Birgit Fellermann

Birgit Fellermann

„Beerenpflücken“

von Amanda Peters

3. August 2025 mit Pastorin Katja Hedel

Bartholomäus Kirche Barrien

Im Jahr 1962 bringt ein dramatisches Ereignis die Biographien von mehreren Menschen völlig durcheinander. Wie in jedem Sommer kommt Im Juli 1962 eine indigene Mi’kmaq Familie in Maine an, um bei der Beeren-Ernte Geld zu verdienen. Aber dann verschwindet die vierjährige Tochter Ruthie spurlos. Alles Suchen bleibt erfolglos, die Polizei ist wenig hilfreich, da für sie die Familie zu den „Durchreisenden“ zählt. Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Joe und Norma erzählt, denen man durch die Jahrzehnte ihres Lebens folgt und mit der Zeit nähern sich ihre Lebensgeschichten immer mehr an. Und der Leser*innenschaft wird auch viel schneller als den beiden Protagonisten klar, warum das so ist. Joe ist der Bruder von Ruthie. Und ihr Verlust beschäftigt ihn sein ganzes Leben lang. Parallel wird die Geschichte von Norma erzählt, die in einer bürgerlichen Familie aufwächst. Geradezu überbehütet wird sie von ihrer Mutter. Und mit der Zeit merkt sie immer mehr, wie etwas nicht stimmt in der Lebensgeschichte, die ihre Eltern ihr versuchen vorzuleben. Trauer, Schuld, Zerrissenheit, Hoffnung und Sehnsucht – das sind die Gefühle, die diesen Roman bestimmen. Und nicht zuletzt zeigt er auf traurige Weise auf, wie mit Menschen der indogenen Völkern umgegangen wurde. Im Gottesdienst werden wir dem nachgehen, was es heißt, wenn Lebensbiographien durch dramatische Ereignisse aus den Fugen geraten und wie man vielleicht trotzdem die Hoffnung nicht verliert.

Pas­tor­in Hedel

Katja Hedel

Katja Hedel

04242/ 1690840
Ristedter Str. 19
28857 Syke-Gessel
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„Im Westen nichts Neues“

von Erich Maria Remarque

10. August 2025 mit Pastor Dr. Christian Kopp

Christus Kirche Syke

„Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist! Es muß alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurde“. Diese Gedanken macht sich der junge Paul Bäumer inmitten des Wahnsinns des Ersten Weltkriegs. Eben noch hatte er die Schulbank gedrückt, jetzt liegt er im Schützengraben an der Westfront. Sein Lehrer hatte ihm glühende Vorträge über Heldentum und die Liebe zum Vaterland gehalten – und jetzt spürt er die die ganze Sinnlosigkeit des Krieges. Erich Maria Remarque hat mit seinem 1929 erschienenen Buch „Im Westen nichts Neues“ einen Klassiker der Weltliteratur geschaffen. Das von ihm Beschriebene ist leider Gottes zeitlos aktuell. Beim Gottesdienst am 10. August in der Christus-Kirche nimmt uns Pastor Christian Kopp mit auf den Weg des jungen Soldaten Paul Bäumer, mit hinein in sein Ringen um Menschlichkeit inmitten von Leid und Vernichtung.

Pas­tor­ Dr. Kopp

Dr. Christian Kopp

Dr. Christian Kopp

04242/ 7856876
Ristedter Str. 19
28857 Syke-Gessel
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